SFB 1369 Vigilanzkulturen
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Im Schnittpunkt der Observanzen: Italienische Literatur um 1600 zwischen Gegenreformation und Regelpoetik

teilbereich_198x149px_c03Teilprojekt C03

Projektleitung

Prof. Dr. Florian Mehltretter

Mitarbeiterin

Maddalena Fingerle

Projektbeschreibung

Italienische Literatur um 1600 entsteht in einem Schnittpunkt von poetologischen und religiösen Normierungsbestrebungen und unter genauer Beobachtung sowohl seitens der literarischen Gemeinschaft als auch von Zensur und Inquisition. Das Teilprojekt erforscht die literarische Kommunikation in ihren unterschiedlichen Gattungen – vom Brief bis hin zu Dichtungen und Traktaten – und rekonstruiert so eine literarische Vigilanzkultur und deren Semantik. Der Leitbegriff der ‚Observanz‘ soll dabei in seiner Doppelbedeutung von ‚Beobachtung‘ (Selbst- und Fremdbeobachtung der Akteure) und von ‚Regelbeachtung‘ verstanden werden. Mit ‚Schnittpunkt‘ der Observanzen sind nicht nur die Intersektionen verschiedener Normierungen gemeint, sondern auch die Kreuzungspunkte von Kommunikationslinien in den Netzwerken, in denen interessante Problemlagen, Wechselwirkungen und Lösungen sowie Evasionsstrategien – etwa im Fall der Allegorie bei Torquato Tasso und Giovan Battista Marino – entstehen.