SFB 1369 Vigilanzkulturen
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Förderpreis der Münchener Universitätsgesellschaft für Poppy Tushingham

01.07.2024

Poppy Tushingham, ehemalige Mitarbeiterin des Teilprojekt B01, erhält den Promotionsförderpreis der MUG für ihre Arbeit Creating an empire of informers. Vigilance in the Assyrian Empire after king Esarhaddon´s adê-covenant of 672 BC.

Wie überzeugten die Herrscher früher Reiche ihre Einwohner davon, sich in den Dienst staatlicher Belange zu stellen und dabei sich selbst und andere zu überwachen? Poppy Tushingham nähert sich im Rahmen ihrer Dissertation dieser Frage aus einem ungewöhnlichen Blickwinkel, dem der Untertanen nämlich. Im Rahmen dieses Bottom-up-Ansatzes untersuchte sie im Kontext des im heutigen Irak gelegenen Assyrischen Reiches, wie König Asarhaddon versuchte, seine Untertanen zur Wachsamkeit im Namen des Königs und seines nominierten Nachfolgers zu motivieren, andere zu überwachen. Tushingham konzentrierte sich auf eine Strategie, nämlich den Untertanen des Reiches einen Pakt aufzuerlegen, in dem sie der Krone Treue schwören und versprechen mussten, über ihre Mituntertanen zu berichten. Auf Basis von Textquellen konnte sie auch gezielt den Erfolg und Misserfolg dieser Maßnahme untersuchen. Die Dissertation ist eine detaillierte Fallstudie der Kontroll- und Überwachungsanstrengungen eines frühen Imperiums.