SFB 1369 Vigilanzkulturen
print

Links und Funktionen
Sprachumschaltung

Navigationspfad


Inhaltsbereich

‚The End of Privacy?‘ ‒ Selbst- und Fremdbeobachtung in den USA des 20. und 21. Jahrhunderts

teilbereich_198x149px_a04Teilprojekt A04

Projektleitung

Dr. Bärbel Harju

Mitarbeiterin

Loredana Filip

Projektbeschreibung

Das Teilprojekt untersucht Transformationen von Privatheit in den USA des 20. und 21. Jahrhunderts anhand von Techniken der Fremd- und Selbstbeobachtung. Dabei sollen sowohl die Veränderungen im Verständnis von Privatheit allgemein als auch der Einfluss von Formen individueller wie kollektiver Vigilanz auf die Herausbildung einer spezifisch amerikanischen Bekenntniskultur bestimmt werden. Zwei Phänomene werden im Rahmen zweier eng miteinander verschränkter Arbeitsbereiche bearbeitet: Der erste Arbeitsbereich konzentriert sich auf Privatheit in den USA der Nachkriegszeit und beleuchtet die Rolle von neuen Technologien, Suburbanisierung und Bekenntniskultur für die plötzliche Sichtbarkeit von Privatheit als bedrohter sozialer Wert. Der zweite Arbeitsbereich untersucht Techniken der Selbstbeobachtung und Selbstinszenierung anhand von TED Talks, Ratgeberliteratur (insbesondere zu Achtsamkeitsmeditation) und Science-Fiction-Romanen; dieser Teilbereich konzentriert sich auf die Zeit von ca. 1990 bis heute, da in diesem Zeitraum eine Flut an medialen Selbstinszenierungen und Aufforderungen zur Selbstbeobachtung zu verzeichnen ist. Vigilanz kommt in beiden Arbeitsbereichen eine konstitutive Rolle zu, da Privatheit erst durch kulturelle Techniken der Visibilität und Wachsamkeit entstehen kann.