SFB 1369 Vigilanzkulturen
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Selbstbeobachtung und Selbstermächtigung in der amerikanischen Aufklärung

teilbereich_198x149px_a02Teilprojekt A03

Projektleitung

Prof. Dr. Klaus Benesch

Mitarbeiter

Patrick Geiger

Projektbeschreibung

Das Teilprojekt untersucht die für die Themenstellung des SFB sehr wichtige Transformation religiöser in aufgeklärt-weltliche Formen von Vigilanz anhand ausgewählter historischer Quellen und autobiographischer Texte des 18. Jahrhunderts. Ausgehend von der sich im 18. Jahrhundert in den amerikanischen Kolonien ausbreitenden, systematischen Selbstbeobachtung in Form von Tagebüchern und Tugendkatalogen, wie man sie exemplarisch bei William Byrd oder Benjamin Franklin findet, sollen säkularisierte Formen der puritanischen ideology of control beschrieben
werden. Diese sind Teil einer alle Lebensbereiche erfassenden Kultur der Selbstoptimierung, die von einem neuen, aufgeklärten Verständnis von Schicksal und Geschichte als grundsätzlich offenen Kategorien menschlicher Selbstentfaltung sowie der daraus resultierenden Unwägbarkeit hinsichtlich der Erreichung selbstgesetzter Ziele angetrieben wird. Das Teilprojekt Arbeit anhand von Tagebüchern, Tugendkatalogen, Autobiographien, Zeitschriften (Early American Almanacs), Korrespondenzen und politischen Essays unterschiedliche Erscheinungsformen dieser Transformation heraus und nimmt dabei sowohl die Differenzen als auch die Kontinuitäten zwischen religiösen und weltlich-autonomen Praktiken von Vigilanz in den Blick.